Anagen-Phase
Aktive Wachstumsphase des Haares. Nur in dieser Phase ist das Haar mit der Haarwurzel verbunden und enthält Melanin – Voraussetzung für eine erfolgreiche Laserbehandlung. Da nicht alle Haare gleichzeitig in der Anagen-Phase sind, sind 8–12 Sitzungen für ein dauerhaftes Ergebnis nötig.
Catagen-Phase
Übergangsphase des Haarwachstumszyklus zwischen Wachstum (Anagen) und Ruhe (Telogen). Dauert etwa 2–3 Wochen. Haare in dieser Phase reagieren weniger gut auf Laser.
Telogen-Phase
Ruhephase des Haarwachstumszyklus. Das Haar fällt aus, der Follikel ruht 2–4 Monate. Haare in dieser Phase werden vom Laser nicht erfasst – Grund für die mehrwöchigen Abstände zwischen Sitzungen.
Diodenlaser
Halbleiter-basierter Laser, der Licht einer fest definierten Wellenlänge erzeugt – für Haarentfernung typischerweise 808 nm. Gilt aufgrund der hohen Energiedichte und Eindringtiefe als Goldstandard für Hauttypen I–IV. Der Luminalaze von Miradea ist ein 808-nm-Diodenlaser mit 3.000 W optischer Peak-Leistung.
IPL (Intense Pulsed Light)
Breitbandiges Pulslicht-Verfahren (515–1200 nm), das von verschiedenen Pigmenten absorbiert wird. Aufgrund der Streuverluste deutlich geringere Energiedichte am Haarfollikel als ein Diodenlaser – führt in publizierten Vergleichsstudien zu langsameren und weniger nachhaltigen Ergebnissen.
Alexandritlaser
Festkörperlaser mit 755 nm Wellenlänge. Sehr effektiv für helle Haut (Fitzpatrick I–II), höheres Risiko von Pigmentverschiebungen bei dunklerer Haut. Diodenlaser (808 nm) ist universeller einsetzbar (I–IV).
Nd:YAG-Laser
Festkörperlaser mit 1064 nm Wellenlänge. Wegen geringer Melanin-Absorption sicher für sehr dunkle Hauttypen (V–VI), benötigt aber höhere Energiedichten und ist schmerzhafter. Bei Miradea Beauty derzeit nicht im Einsatz.
Fitzpatrick-Hauttypen
1975 vom Dermatologen Thomas B. Fitzpatrick entwickelte Klassifikation der Hauttypen I (sehr hell, immer Sonnenbrand) bis VI (sehr dunkel, nie Sonnenbrand). Bestimmt die sichere Laser-Energiedosis und die Eignung für ein bestimmtes Lasersystem. Miradea behandelt Hauttypen I–IV.
Melanin
Pigment in Haut und Haaren, das Licht absorbiert. Beim Diodenlaser ist Melanin im Haarfollikel das Zielchromophor – die absorbierte Energie wird in Wärme umgewandelt und zerstört die Haarwurzel. Helle, melaninfreie Haare (blond, grau, weiß) reagieren nicht auf Diodenlaser.
HIFEM (High-Intensity Focused Electromagnetic)
Hochintensive fokussierte elektromagnetische Stimulation, die supramaximale Muskelkontraktionen auslöst – stärker als willkürliche Kontraktionen erreichen können. Für Bodyforming mit dem Coresculpt bis 7 Tesla, für Beckenboden mit dem PELX Pro ebenfalls bis 7 Tesla mit 10 cm Tiefenwirkung.
EMS (Elektrische Muskelstimulation)
Niederfrequente Elektrostimulation der Muskulatur über Hautoberfläche. Wirkt vor allem oberflächennah und kann supramaximale Kontraktionen wie HIFEM nicht erreichen. Im Coresculpt ergänzend zu HIFEM eingesetzt.
RF (Radiofrequenz)
Hochfrequente elektromagnetische Wellen, die das subkutane Fettgewebe gezielt auf 42–45 °C erwärmen. Die Hitze löst kontrollierte Apoptose von Fettzellen aus (Lipolyse). Bestandteil der Coresculpt-Bodyforming-Behandlung.
Tesla (T)
SI-Einheit für die magnetische Flussdichte. Coresculpt und PELX Pro arbeiten mit bis zu 7 Tesla – etwa das 140.000-fache des Erdmagnetfelds. Höhere Tesla-Werte erlauben tiefere und stärkere Muskelkontraktionen.
Lipolyse
Kontrollierter Abbau von Fettgewebe. Bei Bodyforming mit RF werden Fettzellen so erwärmt, dass sie programmierten Zelltod (Apoptose) durchlaufen und vom Lymphsystem über mehrere Wochen abtransportiert werden.
Apoptose
Programmierter, kontrollierter Zelltod – im Gegensatz zur Nekrose ein physiologisch geordneter Prozess ohne Entzündungsreaktion. Mechanismus, über den RF bei Bodyforming Fettzellen reduziert.
Beckenboden
Muskel- und Bindegewebsplatte am unteren Ende des Beckens, die Harnblase, Gebärmutter und Enddarm trägt. Wird durch Schwangerschaft, Geburt, Übergewicht, hormonelle Veränderungen oder Alter geschwächt – Folgen sind Inkontinenz, Senkungen oder sexuelle Funktionsstörungen. Mit PELX Pro gezielt trainierbar.
Belastungsinkontinenz
Unwillkürlicher Harnverlust bei körperlicher Belastung wie Husten, Niesen, Lachen, Heben, Springen. Häufigste Inkontinenzform bei Frauen, oft Folge von Schwangerschaft/Geburt oder Wechseljahren. Beckenbodentraining ist Therapie der ersten Wahl.
Drang-Inkontinenz
Plötzlicher, kaum unterdrückbarer Harndrang mit unwillkürlichem Harnverlust. Verursacht durch Überaktivität des Blasenmuskels. Beckenbodentraining mit HIFEM kann unterstützend wirken, häufig in Kombination mit medikamentöser Therapie.
Kegel-Übungen
1948 vom US-Gynäkologen Arnold Kegel beschriebenes manuelles Beckenboden-Training. Erfordert korrekte Eigen-Aktivierung der richtigen Muskelgruppen. PELX Pro löst pro 30-Minuten-Sitzung etwa 20.000 Kontraktionen aus – entspricht etwa 5.000 manuellen Kegel-Übungen.
Postpartal
Zeitraum nach einer Geburt, üblicherweise die ersten 6–8 Wochen (Wochenbett). Beckenbodentraining mit PELX Pro frühestens ab 6 Wochen nach vaginaler Geburt, 8–12 Wochen nach Kaiserschnitt – immer mit ärztlicher Freigabe.
Post-Prostatektomie
Zustand nach operativer Entfernung der Prostata, häufig wegen Prostatakrebs. Inkontinenz ist häufige Nebenwirkung. PELX Pro hat ein eigenes Behandlungsprotokoll zur Beckenboden-Stärkung nach Prostatektomie.
PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom)
Hormonelle Störung mit erhöhten Androgenen, die zu vermehrter Körperbehaarung (Hirsutismus) führen kann. Laser-Haarentfernung ist möglich, häufig sind aber mehr Sitzungen nötig und parallele Auffrischungssitzungen, da das hormonelle Wachstum andauert.
Anamnese
Strukturierte Erhebung der Krankengeschichte vor einer Behandlung – Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien, Hormonstatus, frühere Behandlungen. Bei Miradea verpflichtend vor jeder Erstbehandlung, dient der Sicherheit und individuellen Behandlungsplanung. DSGVO-konform mit AES-256-GCM-Verschlüsselung erfasst.